Erinnern Sie sich noch an den
Tipp? Das Blättchen wurde von Kaufpark herausgegeben, weil damals
schon klar war, daß unsere Stadtteile eine eigene Informationsquelle brauchen. Antje Knauer war
damals die Initiatorin, Ursula Sippel verriet ihre leckeren Kochrezepte, Mareli Verderber schrieb Artikel
über aktuelle Begebenheiten und gab Gesundheitstipps. Das Blättchen war sozusagen der geistige Vater
unserer heutigen Stadtteilzeitung. Aus Geldmangel gab es den
Tipp nach kurzer Zeit nicht mehr.
Der Wunsch nach einer eigenen Zeitung blieb jedoch.
Die große Chance bot die
Soziale Stadt und Mareli Verderber nutzte sie. Von Beginn an verwies sie voller
Kampfeslust auf die Wichtigkeit der eigenen Zeitung, Vor allem auch im Zusammenhang mit den entstehenden
Projektgruppen und den Möglichkeiten, die sich für Freiberg und Mönchfeld boten. Begeistert waren die
Verantwortlichen nicht von der Zeitungs-Idee, doch schließlich wurde das Projekt doch genehmigt.
Das war Geburtsstunde der
Internationalen Stadtteilzeitung für Freiberg und Mönchfeld. Wenn Mareli Verderber
damals geahnt hätte, wie viele Probleme, schlaflose Nächte, Aufregung und vor allem Ärger man mit der Zeitung
haben würde, hätte sie sich sicher nicht als Projektleiterin und später als Chefredakteurin zur Verfügung
gestellt.
Das Redaktionsteam war immer zu klein, die Bereitstellung des Geldes oft bis zum letzten Augenblick nicht sicher,
Auseinandersetzungen mit einzelnen Gemeinderatsmitgliedern nervenaufreibend. Einmal wurden zu viele Artikel übersetzt,
dann waren es zu wenige. Schließlich wurde auf den Zentimeter genau festgelegt, wieviel Text übersetzt werden durfte.
Wie wichtig die Übersetzungen damals waren, zeigte sich bald an der großen Beteiligung der fremdsprachigen Mitbürger an
verschiedenen Projekten. Ich bin der Redaktion dankbar, daß sie ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben ist und
sich im Politikum nicht hat zerreiben lassen.
Viele Ausgaben wurden mittlerweile, teilweise ohne helfende Unterstützung, herausgebracht.
Nach dem Wechsel des Stadtteilmanagements kehrte in die Redaktionsarbeit Ruhe ein. Nach anfänglichem Beschnuppern
wurden die Ärmel hochgekrempelt und Verantwortlichkeiten abgesteckt. Vom damaligen Stadtteilmanagement nahm sich
Markus Herzig als gelernter Journalist der Zeitung an. Es dauerte eine Weile, bis er verstanden hatte, dass die
Internationale Stadtteilzeitung Freiberg und Mönchfeld eine besondere Zeitung ist, in der alles anders ist, als
in einer Großen.
Dank der engagierten Arbeit von Herrn Weith und Herrn Grosser bekam die Zeitung ein ansehnliches Gesicht, die Buchstaben- und
Terminwirrungen hörten auf, kurzum ob Sie mich heute ohne die Hilfe der beiden noch lesen könnten ist fraglich.
Seit der 15. Ausgabe heißt die Zeitung nun
FreiMönch, das haben die
Bürgerinnen und Bürger unserer Stadtteile mit Ihrer Stimme im Jahre 2004 entschieden!
Auch der Herausgeber wurde gewechselt und ist seit dem 01. Januar 2005 der Bürgerverein
Freiberg und Mönchfeld e.V.
Mareli Verderber